Leichtbauroboterarm montiert auf der Nutenplatte eines Arbeitstisches

Aufgeräumt: Der ideale Arbeitstisch für Leichtbauroboter integriert wesentliche Elemente wie den Schaltschrank oder Aufbewahrungsmöglichkeiten für das Steuergerät. (Bild: GRIP)

Warum ist bei Cobots die Arbeitsumgebung besonders wichtig?

Cobots - also kollaborative Roboter - arbeiten ohne die sonst bei Industrierobotern üblichen Schutzzäune mit Menschen zusammen. Die Arbeitsumgebung für Cobots muss daher nicht nur funktionalen Anforderungen genügen, sondern auch ergonomischen und im Idealfall sogar ästhetischen Aspekten.

Das Youtube-Video von Item zeigt, wie sich Cobots in die manuelle Fertigung integrieren lassen.

Wie sieht der ideale Arbeitstisch für Cobots aus?

Ein gutes Beispiel, wie sich ein "idealer" Arbeitstisch für Cobots gestalten lässt, hat die Grip Handhabungstechnik geliefert. Der Cobot-Tisch besteht aus Aluminiumprofilen der Baureihe XMS von Item, wodurch sich ein sehr flexibler Aufbau realisieren ließ. „Wir wollten die gesamte Robotertechnik und -peripherie so in den Tisch integrieren, dass der Gesamteindruck nicht gestört wird“, so Grip-Geschäftsführer Hasan Canti.

Wie kam es zu der Entwicklung des Cobot-Tisches?

„Wir wollten die gesamte Robotertechnik und -peripherie so in den Tisch integrieren, dass der Gesamteindruck nicht gestört wird“, so Hasan Canti, Geschäftsführer der Grip Handhabungstechnik. „In enger Zusammenarbeit mit dem Kundenberater Giuliano Longo und weiteren Mitarbeitern von Item entwickelten wir eine ästhetisch ansprechende und qualitativ hochwertige Lösung.“ Seit 2013 gehört GRIP zu den Item-Pluspartnern und bringt seine Expertise im Bereich Roboter- und Handhabungstechnik in das Netzwerk ein. Grip ist außerdem zertifizierter UR+-Produktpartner und liefert damit Komponenten, die sich einfach und komfortabel mit den Leichtbaurobotern des dänischen Herstellers Universal Robots kombinieren lassen.

Was zeichnet den Tisch aus?

Das Bild zeigt einen mobilen Arbeitstisch für einen Cobot-Arm mit integrierten Fächern für Schaltschrank und Bediengerät
Das Bild zeigt, wie sich der Schaltschrank oder ein Fach für das Bediengerät in den Tisch integrieren (Bild: Item)
  • Beispielsweise ist bei der Lösung von Grip der Schaltschrank des Roboters nicht wie üblich von außen sichtbar montiert, sondern in eine Schublade integriert. Diese kann zur Bedienung herausgezogen und der Deckel des Schaltschrankes von oben geöffnet werden. Damit lassen sich die Arbeiten an den Klemmen innerhalb des Schaltschranks deutlich ergonomischer und komfortabler durchführen als gewöhnlich.
  • Auch das Handbediengerät für die Programmierung des Cobots hängt nicht außen an der Konstruktion, sondern wird in einer Schublade des Tisches verstaut und ist somit geschützt, wenn es nicht benötigt wird. Ein gesonderter Auslass ermöglicht eine einfache Kabelführung.
  • Werkzeuge, Montagesets und weitere Komponenten finden ebenfalls in einer Schublade Platz. Zusätzliche Technik und Elektronik, beispielsweise für die WLAN-Verbindung, lässt sich im unteren Bereich des Tisches verstauen. Der Tisch ist nach unten offen und ermöglicht damit einen idealen Wärmeaustausch. Verschließbare Klappen sichern die wichtigen Gerätschaften vor ungewolltem Zugriff.
  • Der Cobot-Tisch ist mit Heberollen ausgestattet. Je nach Bedarf kann er damit fest auf stabilen Füßen stehen oder auf Rollen an verschiedene Aufstellorte geschoben werden. Zusätzlich zum elektrischen Anschluss ist auch ein Luftanschluss für den pneumatischen Betrieb der Greifer und anderer Endeffektoren vorhanden.
  • Die Grundfläche von 1.200 x 800 mm wurde bewusst der Größe einer Europalette angepasst, um den Transport zu erleichtern.

Die Grundlagen zum Thema Robotik

Mit dem Thema kollaborative und Low-Cost-Robotik kommen auf Mittelstand und Handwerksbetriebe ganz neue Fragestellungen zu. Im folgenden finden Sie die wichtigsten Grundlagen verständlich erklärt:

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Wie erleichtert der Tisch die Arbeit mit dem Cobot?

Auf der einer Nutenplatte lässt sich der Cobot unkompliziert montieren. Zur Verfügung stehen dazu verschiedene Adapterplatten sowie der sogenannte Base Connector von Grip. Durch dieses Schnellwechselsystem lässt sich der Roboter mit einem Handgriff positionsgenau fixieren.

Neben dem Cobot kann eine spezielle Vorrichtung aus Aluminiumprofilen angebracht werden. Diese dient beispielsweise als Halterung für mehrere Greifer von Grip. So kann der Roboter dank des Grip Auto Connectors schnell zwischen verschiedenen Greifern für unterschiedliche Anwendungen wechseln.

Wie die Connectoren funktionieren, zeigt folgendes Video von Grip auf Youtube:

Wie lässt sich der Tisch an meine Aufgaben anpassen?

Der Tisch bietet in der Standardausführung bereits viele Funktionen, lässt sich aber auch nach Bedarf verändern und erweitern. Denn das modular aufgebaute Baukastensystem von Item bietet zahlreiche Gestaltungsmöglichkeiten.

So kann das Bediengerät beispielsweise auch an einem festen Platz auf dem Tisch installiert werden. Die Aufbauten lassen sich ebenfalls flexibel gestalten, um so eine Anpassung an die jeweilige Aufgabe zu erzielen. Eine Erweiterung des Cobot-Tisches um Bauteile wie Einhausungen, zusätzliche Schubladen, Sicherheitstechnik oder Beleuchtungsvorrichtungen ist jederzeit möglich. Auf Wunsch des Kunden lassen sich auch individuelle Vergrößerungen der Grundfläche realisieren.

Für den Cobot-Tisch strebt GRIP die UR+-Zertifizierung an und würde damit ein weiteres Peripherieprodukt für die kollaborierenden Roboter von Universal Robots liefern.

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