Björn Uthe arbeitet sehr gerne mit den Cobots von Universal Robots. Bild: Universal Robots

Björn Uthe arbeitet sehr gerne mit den Cobots von Universal Robots. Durch sie hat er sein Aufgabengebiet erweitert und übernimmt heute mehr Verantwortung. Bild: Universal Robots

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Wenn Björn Uthe morgens in die Produktion kommt, führt ihn sein erster Gang zu den Cobots: „Ich stelle die Roboter an und mache sie startklar. Dabei prüfe ich, ob sich die Roboter in der richtigen Ausgangsposition befinden und führe mit dem Teach Panel eine Sicherheitsabfrage durch“, berichtet Uthe. Anschließend stellt er den kollaborativen Robotern – kurz Cobots – jene Teile bereit, die sie über den Tag verteilt handeln sollen. Und dann nehmen die automatischen Kollegen auch schon ihre Arbeit auf – die Maschinenbeschickung.

Die Cobots lernen die Bewegungsabläufe des menschlichen Arms. Bild: Universal Robots
Die Cobots lernen die Bewegungsabläufe des menschlichen Arms und stehen diesen im Anschluss in nichts nach, meint Björn Uthe. Bild: Universal Robots

Björn Uthe arbeitet bei Hofmann Glastechnik, einem industriellen Glasbläser-Unternehmen. 2001 begann er hier als Produktionshelfer, inzwischen ist Uthe Abteilungsleiter des gesamten Maschinenparks. Das Know-how dafür hat er sich nach und nach angeeignet. Als Uthes Chef Robert Hofmann den ersten Cobot des dänischen Unternehmens Universal Robots 2015 in die Fertigung integrieren ließ, stand Uthe dem Thema Automatisierung zunächst kritisch gegenüber: „Ich konnte mir damals nicht vorstellen, dass eine Maschine genauso präzise arbeiten kann wie ein Mensch per Hand“, sagt Uthe. Doch er ließ sich überzeugen und ist heute genauso begeistert von seinen Industrieroboter-Kollegen wie Firmeninhaber Hofmann: „Die Roboter sind in der Lage, die Bewegungsabläufe eines Menschen-Arms exakt nachzuahmen. Für uns ist ihre Unterstützung eine enorme Arbeitserleichterung.“

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Fachkraft-Entwicklung: Durch Roboter zu neuen Aufgaben

Die Notwendigkeit, auf Automatisierungs-Technologie zu setzen, entstand aus dem Fachkräftemangel heraus. „Wir kamen mit der Ausführung unserer Aufträge kaum hinterher, weil wir nur selten die passende Fachkraft finden konnten“, erklärt Uthe. „Gleichzeitig mussten wir aber natürlich Lieferzeiten einhalten und eine hohe Qualität gewährleisten. Mit rein manueller Arbeit durch den Mensch konnten wir dies nicht mehr garantieren.“

So zog 2015 der erste UR10 bei Hofmann Glastechnik ein, 2016 und 2017 folgte dann jeweils ein UR5. In präzisen Pick-and-Place-Aufgaben greifen die Roboter hochsensible Glasröhren, führen sie einer SPS-gesteuerten Glasdrehbank zu, entnehmen sie nach der Bearbeitung wieder und legen sie vorsichtig ab.

Wie ein Cobot Gläser handelt - Quelle: Universal Robots

Ganz neu in seinem Maschinenpark ist ein UR10e, der dank Kraft-Momenten-Sensor noch mehr Feingefühl bei der Arbeit beweist: „Der Cobot greift direkt in den Arbeitsprozess ein und dient somit als extra Maschinenachse, die jeden Punkt im Raum anfahren kann. Mit einem eigens hergestellten Graphitwerkzeug formt er einen Artikel im heißen Glas“, beschreibt Uthe die neue Anwendung stolz.

Ein kollaborativer Roboter von Universal Robots bei der Arbeit. Bild: Universal Robots
Die Cobots von Universal Robots übernehmen die monotonen, sich wiederholenden Aufgaben. Bild: Universal Robots

Die UR5-Roboter bewegen bei Hofmann Glastechnik 100 Teile pro Arbeitszyklus. Das dauert rund 3,5 Stunden. Diese Zeit steht Björn Uthe nun zur Verfügung, um sich der notwendigen Qualitätskontrolle zu widmen. „Die gewonnene Zeit ist Gold wert. Statt zwischen den Maschinen hin und her zu hetzen, sie permanent zu bedienen und einzurichten, kann ich mich jetzt auf diesen wichtigsten Produktionsschritt konzentrieren. Die Qualität unserer Produkte hat sich seit der Einführung der Cobots um ein Vielfaches gesteigert,“ sagt Uthe.

In seinem täglichen Einsatz überwacht Björn Uthe auch den Maschinenpark und greift bei technischen Störungen ein. „Bei einem Maschinendefekt stand die Produktion früher auf unbestimmte Zeit still“, erklärt Uthe. Er selbst hatte damals schließlich gar nicht die Kapazität, um die Störung zu beheben und gleichzeitig weiter Maschinen zu bestücken. Heute kann er die Produktion in Ruhe wieder zum Laufen bringen, während der kollaborative Roboter seine Aufgabe zuverlässig ausführt.

Hier arbeiten die UR-Roboter - das Unternehmen

Hofmann Glastechnik stellt seit 1965 im Familienbetrieb technische Gläser für Labore, Medizin und Industrie her. Als eines der größten industriellen Glasbläser-Unternehmen im deutschsprachigen Raum, kombiniert Hofmann mit rund 20 Mitarbeitern traditionelles Glasbläserhandwerk und modernste industrielle Produktionstechniken. Neben kundenspezifischen Sonderanfertigungen stellt das Familienunternehmen Normbauteile her. Hofmann ist unter anderem weltweit führend in der vollautomatischen Serienherstellung von Glaskomponenten für die Elektrotechnik. Firmen wie Philipps und Siemens zählen zu den Kunden des etablierten Zulieferers.

Mit einfacher Programmierung zu höherer Berufsbildung?

Durch die neuen Cobots konnte sich Björn Uthe beruflich weiterentwickeln. Bild: Universal Robots/Hofmann Glastechnik
Durch die neuen Cobots konnte sich Björn Uthe beruflich weiterentwickeln. Heute verantwortet er bei Hofmann Glastechnik einen ganzen Maschinenpark. Bild: Universal Robots/Hofmann Glastechnik

Björn Uthe sorgt dafür, dass die Roboter immer ausreichend bestückt sind. Bei Bedarf kann er sie auch flexibel an verschiedenen Glasdrehbänken einsetzen. „Das Umdocken der Industrieroboter ist sehr einfach. Wir haben im Unternehmen dafür eine Vorrichtung entwickelt, durch die wir die Cobots ganz unkompliziert und flexibel zwischen den verschiedenen Maschinen verschieben können“, erklärt Uthe. Nach dem Umrüsten ist der Roboter sofort betriebsbereit.

Sollen neue Artikel bearbeitet werden, muss der Cobot eventuell umprogrammiert werden. Das hat Björn Uthe zunächst gemeinsam mit seinem Chef erledigt. Seit er vor einigen Monaten an einer Präsenz-Weiterbildung im Trainingszentrum von Universal Robots in München teilgenommen hat, erstellt er für einige Prozesse die Programme auch selbstständig: „Nach Einführung der Roboter habe ich das Online-Schulungs-Angebot von Universal Robots angenommen. Da die Cobots intuitiv funktionieren, reicht das für den alltäglichen Bedarf vollkommen aus. Dank der intensiveren Präsenz-Weiterbildung habe ich jetzt auch das Programmieren komplexerer Anwendungen gelernt“, freut sich Uthe.

Für alle, die bald mit kollaborierenden Robotern arbeiten werden, hat der Cobot-Werker abschließend noch einen Tipp: „Ich empfehle, offen an die Sache heranzugehen. Genau wie ich wird der ein oder andere sicherlich überrascht sein, was ein kollaborativer Roboter alles bewerkstelligen kann und wie sich das Arbeiten positiv verändert. Für mich ist nicht nur der berufliche Alltag weitaus angenehmer geworden, ich konnte mir auch neue Technik-Kompetenzen aneignen und mich weiterentwickeln“, bilanziert Uthe.

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