Roboter mit dem Aussehen eines jungen Mädchens auf einem Zahnarztstuhl. Der Pedia Roid soll die Arztausbildung verbessern.

Was für ein Traum-Job für einen Roboter: Pedia Roid darf Kinderzahnärzte in der Ausbildung an ihre Grenzen bringen (Bild: Tmsuk)

Der Roboter, der verschollene Bücher findet

Er ist mannshoch, trägt eine pinke „Hose“ und hat eine gemächliche Natur: Die Rede ist vom Roboter „Tory“, der seit kurzem selbstständig durch die Regalreihen der Universitätsbibliothek der TU Dortmund fährt und bei der Sortierung der Medien hilft. Über RFID-Signale findet er Bücher, die am falschen Platz im Regal stehen und deshalb nicht mehr aufgefunden werden.

Hersteller ist die Firma MetraLabs aus Ilmenau. An einem magentafarbenen Unterbau mit Rollen ist eine Stange befestigt, das „Skelett“ des Roboters. Daran befinden sich 16 Antennen auf unterschiedlichen Höhen. Sie sind in der Lage, die RFID-Streifen in den Büchern und anderen Medien der Bibliothek zu lesen.

Roboter Tory bei einem seiner nächtlichen Streifzüge durch die Unibibliothek der TU Dortmund
Tory bei einem seiner nächtlichen Streifzüge durch die Unibibliothek der TU Dortmund (Bild: Martina Hengesbach​/​TU Dortmund)

In der Unibibliothek ist 2021 jedes ausleihbare Medium mit einer RFID-Etikette versehen worden, auf der die Informationen zu den jeweiligen Titeln gespeichert sind. Tory kann die Position jedes Mediums auf 50 Zentimeter genau ermitteln, die gesammelten Daten werden an einen Server geschickt. Die Bibliotheksmitarbeiter können aus den Informationen herauslesen, ob ein Medium falsch einsortiert wurde, und es wieder an den richtigen Ort stellen.

Für welche Aufgaben Tory sonst noch zum Einsatz kommt, zeigt das folgende Video:

Der Roboter, der die Nerven von Ärzten testet

Pedia Roid des japanischen Herstellers Tmsuk ist ein Roboter, der wohl den meisten Kinderzahnärzten kalten Schweiß auf die Stirn treibt. Das System ähnelt äußerlich einem etwa achtjährigen Mädchen. Innerlich sorgen 24 Antriebe dafür, dass Pedia Roid das typische Verhalten von Kindern bei Zahnarztbesuchen simuliert. Die Palette reicht dabei von Schreien und Treten über Krampfanfälle bis zum künstlichen Würgereflex. Über den Anschluss an einen Computer können verschiedene Szenarien programmiert werden, mit denen die Ärzte in Ausbildung dann zurecht kommen müssen.

Mit Hilfe von künstlichem Blut und Zähnen kann eine Vielzahl von Untersuchungen und Behandlungen durchgeführt werden. "Junge Ärzte geraten bei ihren ersten Einsätzen in der Realität oft in Panik, weil sie zuvor nur an leblosen Dummies üben konnten", beschreibt Tmsuk-CEO Yuji Kawakubo die Motivation für die Entwicklung des Pedia Roid.

Wie der Einsatz von Pedia Roid in der Zahnarzt-Ausbildung aussieht, zeigt das folgende Video:

Die Roboter-Putztruppe

Sie kombinieren die Fähigkeiten einer idealen Reinigungskraft mit der Präzision von Balletttänzern:  Wenn die Sonne untergeht, dann beginnen die Roboter des israelischen Unternehmens Ecoppia ihre Arbeit - die Reinigung von Solar-Panels. Gesteuert von einem KI-Algorithmus entfernen sie Nacht für Nacht im Team die Verschmutzung von den Panels, um deren Stromausbeute auf anhaltend hohem Niveau zu halten. Dabei verzichten sie auf den Einsatz von Wasser und nutzen statt dessen Mikrofasertücher und Luftströme. Laut dem Unternehmen wurden so bereits mehr als sechs Milliarden Liter Wasser eingespart. Vor allem aber ist es eine Freude, ihnen bei der Arbeit zuzusehen:

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Der buddhistische Robot-Priester

Roboter sind Maschinen - zumindest ist das die westliche Sicht der Dinge. Im Fernen Osten werden Robotern dagegen durchaus spirituelle Eigenschaften zugesprochen. Ein Beispiel dafür ist Mindar. Der humanoide Roboter ist aus einer Kooperation der Universität von Osaka und einem 400 Jahre alten buddhistischen Tempel in Kyoto entstanden. Dort hält der Roboter, der nach dem Bild der buddhistischen Gottheit der Gnade geformt wurde, Predigten.

Für seine menschlichen Mönchskollegen ist Mindar der erste Schritt hin zu einem neuen Buddhismus. "Dieser Roboter wird niemals sterben. Er wird mithilfe von Künstlicher Intelligenz immer mehr Weisheit sammeln und den Menschen helfen, auch die größten Schwierigkeiten zu überwinden", so Tensho Goto, das geistige Oberhaupt des Tempels.

Der Roboter als Assistenz-Professor

Jürgen Handke ist Anglistikprofessor in Marburg - und nutzt einen humanoiden Roboter vom Typ Pepper als Assistenten.  Yuki, so der Name des Robots, kann Studenten gezielt beraten, Stoff abfragen und Aufgaben stellen. H.E.A.R.T heißt Handkes Projekt, das vom Bundesforschungsministerium gefördert wird. Das Akronym steht für "Humanoid Emotional Assistant Robots in Teaching".

Die Deutsche Welle hat Handke und Yuki während eines Arbeitstages an der Uni begleitet:

Die Grundlagen zum Thema Robotik

Mit dem Thema kollaborative und Low-Cost-Robotik kommen auf Mittelstand und Handwerksbetriebe ganz neue Fragestellungen zu. Im folgenden finden Sie die wichtigsten Grundlagen verständlich erklärt:

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