ABB-Roboterarm stapelt Pakete auf eine Palette

In Bereichen wie dem E-Commerce ist die Automatisierung per Roboter stark auf dem Vormarsch, so die IFR. (Bild: Mech-Mind-Logistics)

Portraitbild Milton Guerry, Präsident der International Federation of Robotics
IFR-Präsident Milton Guerry (Bild: IFR)

Mit rund drei Millionen Systemen im Einsatz hat der weltweite Bestand an Industrierobotern einen neuen Höchstwert erreicht, so der Branchenverband International Federation of Robotics. Seit 2015 hat dieser Wert in Schnitt jedes Jahr um 13 % zugelegt. “Der Trend zu einer Roboter-basierten Automatisierung beschleunigt sich sowohl in klassischen wie neuen Industriesektoren”, sagt IFR-Präsident Milton Guerry. Die folgenden fünf Trends hat die IFR als wesentliche Treiber der Entwicklung in diesem Jahr ausgemacht:

Trend Nr. 1: Neue Branchen entdecken die Robotik

Getrieben vom Trend nach Personalisierung sowohl von Produkten wie auch der Auslieferung entdecken Branchen, die bisher wenig automatisiert waren, die Robotik. Im Bereich des E-Commerce etwa habe es 2017 noch kaum Roboter gegeben, mittlerweile seien es Tausende, so die IFR. Der Trend zum Online-Einkauf durch die Pandemie habe diese Entwicklung noch einmal enorm beschleunigt.

 

Die Grafik zeigt die erwartete starke Entwicklung bei Lieferrobotern in den nächsten Jahren
Die Grafik zeigt die erwartete starke Entwicklung bei Lieferrobotern in den nächsten Jahren (Bild: Statista)

Trend Nr. 2: Die Roboter-Nutzung wird immer einfacher

Laut IFR gibt es einen klaren Trend hin zu einer einfacheren Roboter-Programmierung über grafische Benutzeroberflächen und das Hand-Teaching. Immer mehr Hersteller bieten aufeinander abgestimmte Pakete aus ihrer Hardware und entsprechender Software an. Dieser Trend möge wenig überraschend sein, der Fokus auf die Schaffung von Ökosystemen für Anwendungen habe jedoch enorme Auswirkungen durch massiv reduzierte Einführungszeiten. Speziell im Bereich der Low-Cost Robotics senken Komplettpakete inklusive Sensoren und Greifern die Einstiegshürden deutlich.

Wie die Roboterprogrammierung leichter fällt

Roboterprogrammierung war urprünglich ein Thema nur für hochqualifizierte Experten. Mit der Ausbreitung von kollaborativen- und Leichtbau-Robotern sinken die Hürden für die Roboterprogrammierung immer weiter und werden breiteren Gruppen etwa in Handwerk und Mittelstand zugänglich. Einige Beispiele, wie sich der Einstieg ins Programmieren von Robotern schaffen lässt:

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Trend Nr. 3: Roboter und Menschen lernen einander besser kennen

Regierungen, Bildungseinrichtungen, Branchenverbände und Hersteller hätte alle den Bedarf für umfassende und frühzeitige Bildungsangebote im Bereich der Roboter-Automatisierung erkannt. Die Kurs-Angebote etwa von Herstellern wie ABB, Fanuc, Kuka und Yaskawa würden jährlich von 10.000 bis 30.000 Teilnehmern besucht.

Mit den fünf Top-Trends der International Federation of Robotics für das Jahr 2022 beschäftigt sich auch dieses Youtube-Video des Robotics Channel

Trend Nr. 4: Roboter garantieren eine unterbrechungsfreie Produktion

Portraitbild IFR-Generalsekretärin Susanne Bieller
IFR-Generalsekretärin Susanne Bieller (Bild: IFR)

Covid 19 und die daraus resultierenden Lieferkettenprobleme haben für ein Verlagerung der Produktion zurück in die Nähe der Kunden gesorgt - was in vielen Fällen mit einer Automatisierung einhergeht, um höhere Produktionskosten zu vermeiden. “Für viele Unternehmen war die Lieferkettenprobleme der letzte Schubs, um die Investitionen in Robotik-Systeme zu rechtfertigen”, sagt IFR-Generalsekretärin Susanne Bieller.

Die Grundlagen zum Thema Robotik

Mit dem Thema kollaborative und Low-Cost-Robotik kommen auf Mittelstand und Handwerksbetriebe ganz neue Fragestellungen zu. Im folgenden finden Sie die wichtigsten Grundlagen verständlich erklärt:

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Trend Nr. 5: Roboter treiben die digitale Automatisierung

Der Trend zu einer Datengetriebenen Automatisierung und Produktion öffnet viele Türen für Robotiksysteme.  Insbesondere durch die Möglichkeit, mit HIlfe von Künstlicher Intelligenz lernfähige Robotersysteme einzusetzen, erschließen sich neue Anwendungsmöglichkeiten vom Baubereich bis zur Gesundheitsversorgung.

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